| Zu Gast: Olga Neuberger, Anna-Lena Krüßmann, Ariyan Arslan |

Podcasts verbreiten sich in der Hochschullehre zunehmend als pädagogisches und didaktisches Instrument und Lehrende setzen sie in diversen Lehr-/Lernsettings sehr erfolgreich ein. Sie unterstützen zeit- und ortsunabhängiges, dem eigenen Lerntempo angepasstes Studium. Wir finden sie in Form von Vorlesungs- und Seminarmitschnitten, als zusätzliches Material zur Vorbereitung auf Lerneinheiten oder als Expert*innen-Interviews, wie zum Beispiel zu Themen digital gestützten Lernens und Lehrens an Universitäten.

Studierende nutzen das auditiv aufbereitete Material zur Wissensvertiefung, worüber sie, ähnlich wie bei Wikis und Blogs, im Anschluss diskutieren können. Sind sie in einen moodle-Kurs integriert, ergänzen sie das Lehrkonzept und sind eine interessante und bereichernde Erweiterung der Präsenzlehre. In Form von Vorlesungsaufzeichnungen werden sie als kleine, abgeschlossene Themengebiete zerlegt, die von Studierenden gern auch einmal beim Pendeln und Spazierengehen gehört werden. Ein Audiopodcast ist mittlerweile, je nach Qualitätsanforderung, bereits mit dem eigenen Smartphone und geringem Aufwand erstellt und hält durch seinen konzeptionellen Facettenreichtum viele situativ angepasste Einsatzszenarien parat.

Einzelne Studierende präsentieren in Form von eigenen Podcasts Referate und Lerngruppen ihre Projektergebnisse. Sie erlernen dabei den Umgang mit Medien, die Arbeit im Team und sich methodisch für ihr Vorhaben zu organisieren.

Das Team um Olga Neuberger aus den Erziehungswissenschaften ist der Frage nachgegangen, wie die Medien-, Präsentations- und Forschungskompetenz bei Studierenden durch Podcasts gefördert, aber vor allem miteinander verbunden werden kann. In einer Übung aus dem ersten Mastersemester nahmen Studierende Podcast-Folgen zu selbstgewählten Fragestellungen auf und vertieften damit theoretische Inhalte, zogen Grundlagenwissen aus weiteren Podcasts heran und setzten sich kritisch mit diesen auseinander. Dabei reflektierten und diskutierten sie die Ergebnisse im (moodle-)Kurs.

Wie werden Podcasts erfolgreich in ein Kursformat integriert? Wie können Sie Werkzeug und Gegenstand der Analyse sein? Wie Frau Neuberger und ihr Team das Konzept dieses Projekts in die Tat umsetzte, welche Tools zum Einsatz kamen, welches Feedback sie von den Mitarbeitenden und Studierenden erhielt und welche Erkenntnisse sie aus diesem spannenden Projekt gezogen hat, werden wir in diesem Podcast erfahren.

Unsere Gäste

Olga Neuberger, M.Ed., Jg. 1992, abgeschlossenes Studium der Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft und Mathematik (M.Ed.) an der Ruhr-Universität-Bochum. Seit Mai 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Soziale Räume und Orte des non-formalen und informellen Lernens an der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Sandra Aßmann). Seit Mai 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „ViRaGe – Virtuelle Realitäten als Geschichtserfahrung“. Zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt „You(r) Study“ im Teilprojekt Bochum.

Anna-Lena Krüßmann, B.A., Jg. 1996, abgeschlossenes Studium der Erziehungswissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Derzeit Studentin der Erziehungswissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum (angestrebter Abschluss: Master of Arts). Seit 2018 im Arbeitsbereich Soziale Räume und Orte des non-formalen und informellen Lernens an der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Sandra Aßmann) tätig und seit 2020 als wissenschaftliche Hilfskraft.

Ariyan Arslan, Jg. 1999, derzeit Student der Erziehungswissenschaft und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum (angestrebter Abschluss: Bachelor of Arts). Seit 2021 als studentische Hilfskraft im Arbeitsbereich Soziale Räume und Orte des non-formalen und informellen Lernens an der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Sandra Aßmann) tätig.


Möchten Sie Podcasts und/oder Audioaufnahmen in Ihre Lehre integrieren? Wir unterstützen Sie!

Das eTeam Digitalisierung besteht aus studentischen Kolleginnen und Kollegen, die durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RUBeL-Teams begleitet und koordiniert werden. Das eTeam hat die Aufgabe, alle Fakultäten und Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtungen (ZWE) der RUB bei der konkreten Umsetzung ihrer Digitalisierungskonzepte zu unterstützen.

Es bietet Beratung und Schulung zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien und setzt mit Ihnen zusammen entsprechende Vorhaben um. Interessentinnen und Interessenten erhalten praktische Unterstützung bei der Neu-/ Weiterentwicklung von Lehrformaten sowie dem Einsatz unterschiedlicher eLearning-Werkzeuge.

Die zentrale Betriebseinheit IT.SERVICES ist entlang der strategischen Ziele der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ausgerichtet und verfolgt eine synergetische IT-Strategie. Unter Berücksichtigung von Datenschutz und -sicherheit ermöglicht sie die zentrale Informations- und Kommunikationsversorgung und stellt die zentrale Medientechnik an der RUB bereit.

 

Der RUBeL-Podcast – Der Podcast des Bereichs eLearning aus dem Zentrum für Wissenschaftsdidaktik (ZfW) der Ruhr-Universität Bochum mit Themen rund ums eLearning. Nette und informative Gespräche über das digitale Lehren und Lernen.

Weitere Episoden

Wir freuen uns wie immer gerne über Ihr Feedback, Ihre Meinungen, Ideen und Wünsche – ob persönlich oder per E-Mail an rubel+blog@rub.de.

Podcast abonnieren:

Neueste Beiträge

  • Das Orga-Team der Learning AID

Das war die erste Learning AID an der RUB

Von |9. September 2022|eLearning|0 Kommentare

Wie kann der praktische Einsatz von Learning Analytics und Künstlicher Intelligenz (KI) in der Hochschulbildung aussehen? Diese und weitere Fragen diskutierten wir am 30.08.2022 auf der ersten Learning AID an der RUB mit allen Interessierten der NRW-Hochschulen. Im Zentrum des Konferenz- und Workshop-Tages stand vor allem die Vernetzung der Teilnehmenden untereinander und der Austausch zum Thema „KI und Learning Analytics in der Hochschulbildung“.

Die Kunst des Inszenierens

Von |23. August 2022|eLearning, Praxisbeispiele|0 Kommentare

Durch die Bereitstellung der virtuellen Kursräume wird das Ziel verfolgt, kooperatives Lehren und Lernen unter anderem mittels verschiedener E-Learning-Elementen zu fördern und zu unterstützen. Nicht zuletzt haben sowohl die Corona-Pandemie als auch die damit einhergehenden Online-Seminare uns die enorme Bedeutsamkeit von E-Learning-Szenarien einmal mehr vor Augen geführt und ihre akute Dringlichkeit von jetzt auf gleich erhöht.